Aylin Mirza´s Erfahrungen aus Paris:

"In den Sommerferien  hatte ich die einmalige Chance, ein Praktikum bei einem Modedesigner in Paris zu absolvieren, doch davor standen Französischunterricht und Sight-Seeing auf dem Programm.
 Während meines zwei wöchigen Aufenthalts in Paris wohnte ich in der Sprachschule „Education en France (La Nation)“,  welche zentral in Paris liegt. Diese Schule besuchen Schüler aus aller Welt, so waren z.B. während meiner Aufenthaltszeit eine große Gruppe Spanier, eine Gruppe Rumänen und Japaner und noch viele einzeln angereiste Schüler da, darunter auch Schüler aus der Schweiz, Österreich, Slowakei, Türkei, Irland, Italien, Russland und natürlich Deutschland. Schon am ersten Tag hatte man beim freien Abendprogramm die Chance ganz schnell neue Jugendliche aus aller Welt kennen zu lernen und neue Freunde zu finden. 
Diese Gelegenheit ergab sich ebenfalls während des vierstündigen Vormittagsunterrichts, den wir Montag bis Freitag hatten. Wir wurden in einzelne Kurse, je nach Französischkenntnissen, eingeteilt und in den Rubriken Grammatik, Schreiben, Sprechen und „Intensiv“ von jeweils unterschiedlichen Lehrern unterrichtet. Die Lehrer haben sich viel Mühe gegeben, sodass ich einiges von ihnen und den Kurskameraden gelernt habe und auch noch Spaß dabei hatte. 
Am Nachmittag hieß es: "Auf zur Stadtbesichtigung". Auch hier wurden wir in verschiede Gruppen eingeteilt. Diese wurden nach den Kriterien bisherige Länge des Aufenthalts und Muttersprache gebildet. Da nur sechs deutschsprachige Teilnehmer zur selben Zeit wie ich anwesend waren, war ich mit ihnen und mit vielen verschiedenen Jugendlichen aus aller Welt in einer Gruppe. Da wir alle unterschiedlich gut Französisch sprechen konnten, hatte es sich schnell ergeben, dass wir uns überwiegend auf Englisch unterhielten. Unsere Animateure, welche unsere Gruppe leiteten und uns durch ganz Paris führten, lagen jedoch großen Wert darauf, dass wir auch Französisch sprechen. Deshalb sprachen sie nur Französisch mit uns und erklärten uns in leicht verständlichem Französisch die verschiedenen Sehenswürdigkeiten in Paris. Wir haben z.B. den Eiffelturm, den Triumphbogen, die Champs-Élysée, Notre-Dame, die Bastille und vieles vieles mehr besichtigt.
Die Nachmittagsausflüge waren einfach nur schön, wenn sie doch auch zum Teil richtig anstrengend waren und wir einfach nur noch erschöpft auf den Campus ankamen. 
Jedoch war der Tag damit noch lange nicht vorbei. Nach dem Abendessen stand dann erst einmal das Abendprogramm auf dem Plan, an dem wir jedoch Dienstag, Donnerstag und Samstag nicht teilnehmen mussten. An diesen Tagen durften wir in mindestens Dreiergruppen den Campus verlassen und eigenständig bis 23 Uhr etwas unternehmen. Das Abendprogramm der Animateure beinhaltete verschiedene Spiele mit allen Schülern, kleine Discos auf dem Campus, Schifffahrten auf der Seine sowie auch eine Schnitzeljagt auf dem Platz der Bastille. Nach 23 Uhr sind wir alle zwar müde, doch auch mit großer Vorfreude auf den nächsten Tag ins Bett gefallen. 

Am Wochenende standen Tagesexkursionen auf dem Plan. Zu denen zählten einmal der Besuch des Schlosses Versailles und einmal ein Besuch im Disneyland. Die Wochenenden waren wirklich wunderschön und wir hatten richtig viel Spaß.
In der zweiten Woche fing mein Praktikum im Atelier des Modedesigners Gustavo Lins im Stadtteil „Le Marais“ an. Ich bin einfach nur fasziniert von diesem Stadtteil. Es ist zentral in Paris gelegen und besitzt viele verschiedene schmale, jedoch lange Straßen, in denen man die unterschiedlichsten Boutiquen und Menschen auffinden kann. Auch von Gustavo Lins Atelier bin ich fasziniert gewesen. Es ist überschaubar groß und hat an die 8 Mitarbeiter, die ich alle kennenlernen durfte. Während der fünf Tage, die ich in dem Atelier verbringen durfte, konnte ich die verschiedenen Mitarbeiter und den Modedesigner bei ihrer Arbeit beobachten und durfte auch bei verschiedenen Aufgaben mithelfen. So durfte ich z.B. Etikette annähen, Ärmel entfernen, Kleidung etikettieren und kontrollieren, Pakete mit der entsprechenden Kleidung füllen und diese teilweise überliefern.  
Die Woche hat mir unglaublich viel Freude bereitet. Alle waren die ganze Zeit über richtig nett und es herrschte ständig eine angenehme Stimmung. Auch habe ich einen ersten Einblick in die Modewelt bekommen der mir richtig gut gefallen hat. 

Letztendlich hat der zweiwöchige Aufenthalt in Paris viel Spaß gemacht. Die Sprachschule war die perfekte Unterkunft für mich. Zudem waren die Animateure die ganze Zeit über sehr motiviert und die anderen Jugendlichen sehr freundlich. Ich habe so viele neue Freunde gefunden, mit denen ich immer noch im Kontakt bin. Außerdem habe ich viele neue Erfahrungen gesammelt und interessante Einblicke gewonnen.  Am Tag meiner Abreise konnte ich nicht wirklich glauben, wie schnell doch die zwei Wochen vergangen sind. Gerne wäre ich noch länger geblieben. Die Zeit in Paris, der Stadt der Mode, war einfach nur schön. Ich werde sie bestimmt nicht so schnell vergessen."

Aylin war vom 25.07.2010 bis zum 08.08.2010 in Paris. Das AOK-Traumpraktikum fand im Atelier von Gustavo Lins statt, einem renommierten Modedesigner in Paris.